MasterSap ist ein Programm zur Strukturanalyse, das vor allem im Bereich Bauingenieurwesen zum Einsatz kommt. Es eignet sich besonders zur einfachen und unmittelbaren Analyse in Gebieten mit Erdbebentätigkeit. Nach der Strukturanalyse kann mit MasterSap die Auslegung von Bauten aus Beton, Stahl, Holz und Mauerwerk vorgenommen werden, des weiteren dient das Programm der Analyse von Stahlfugen. Derzeit sind Kodeanalysen für die Eurokodes EC2, EC3, EC5, EC6 und EC8 erhältlich.

MasterSap ist ein Produkt, das für den Einsatz im Bauingenieurwesen entwickelt wurde und im Bereich Analyse, Strukturkontrolle und strukturelles Zeichnen verwendet wird. Mit MasterSap können anhand von typischen Rahmenelementen, Platten und Hüllen allgemeine Strukturmodelle analysiert werden. Die Analyse kann sowohl statisch als auch dynamisch vorgenommen werden und bestimmt das Ausmaß der Verformung und der Belastung der Struktur und der Bodenreaktion. Die anschließend verarbeiteten Ergebnisse werden zur Auslegung von Beton-, Holz- und Stahlbauten verwendet, bei letzteren bezieht sich die Auslegung auch auf Strukturknotenpunkte. Für Betonbauten gibt es auch Abläufe für automatisiertes, persönlich gestaltetes Zeichnen.


Der Benutzer arbeitet über ein auf Windows-Standard ausgelegtes Interface in einer 3D Umgebung. Ins Programm kann man entweder herkömmliche Befehle eingeben, als effizienter und schneller erweist sich jedoch das Importieren von 2D oder 3D Zeichnungen, wobei deren geometrisch-strukturelle Komponenten automatisch erkannt werden. Bei Gebäudemodellen sollten Zeichnungen verwendet werden, anhand derer vertikale Elemente (Pfeiler und Balken) erkannt werden können. Bei komplexeren Strukturen wie Gitterbauten sollte direkt der gesamte geometrische 3D Aufbau eingelesen werden. Für Oberflächenkomponenten sind fortschrittliche Meshing Funktionen erhältlich. Die MasterSap Komponenten bieten vielfache Möglichkeiten zur Erstellung eines Modells für spezifisches Strukturverhalten wie z.B. Anschlüsse und bauliche Auffälligkeiten. Der Ladevorgang ist sehr flexibel und effizient und ermöglicht ein schnelles Eingeben des Ladestatus.

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In eigens dafür vorgesehenen, von AMV bereits gestalteten und vom Benutzer erweiterbaren Archiven werden allgemeine Daten über Profile,  Materialien, typische Konfigurationen, Ladekombinationen und seismische Spektren gespeichert.
Dank der graphischen Gestaltung des Interface kann das Modell einfach und direkt bearbeitet werden, die Fehlererkennung erfolgt bereits während des Input oder durch einen diagnostischen Analysevorgang, der vor der strukturellen Berechnung ausgeführt wird. Es handelt sich dabei um besonders hochentwickelte Kontrollfunktionen, die dem Benützer, gemeinsam mit den Suchfunktionen, die bestmögliche Kontrolle über das Strukturmodell gewährleisten.
Bei der Strukturanalyse werden auch eventuelle Nebeneffekte mit einkalkuliert, falls dies aufgrund von entsprechenden Kontrollen nötig erscheint.
Das Modell kann nach Belieben bearbeitet werden, indem der Benutzer verschiedene Ansichten und Segmente auswählt und spezifische Unterstrukturen speichert.

Alle Strukturmerkmale und der Ladestatus werden graphisch dargestellt, ebenso wie Verformungen, Belastungen, innere Spannungen, Folgereaktionen sowie der durch Platten, Stützbalken oder Vibrierungen hervorgerufene Bodendruck. Der Benutzer kann die Endergebnisse in entsprechende farbige Übersichten eingeben, die den erfolgreichen Ablauf der Kontrolle überprüfen. Die einzelnen Ergebnisse können auch tabellarisch aufgeführt werden, jeder bestimmte Vorgang verfügt über einen vom Benutzer vorgegebenen Beispielbericht, der dann hinsichtlich des spezifischen Ablaufs ausgefüllt und auf diesen angepasst wird.
Die Ergebnisse der Strukturanalyse werden durch die Kontrollvorgänge an den einzelnen Komponenten verarbeitet. MasterSap hat einen modularen Aufbau, das heißt der Benutzer kann die verschiedenen Kontrollmodule je nach Bedarf konfigurieren. Bei Mischstrukturen werden die Komponenten aus verschiedenen Materialen einer Kompetenzkontrolle unterzogen. Die Auslegung für Beton erfolgt nach Eurocode 2, von Stahl nach Eurocode 3, von Holz nach Eurocode 5 und von Mauerwerk nach Eurocode 6. Auch während des Kontrollverfahrens an einzelnen Bestandteilen können verschiedene Werte, etwa hinsichtlich der Materialklasse, eingegeben werden, die Endergebnisse (sowie die daraus resultierenden Resistenzwerte) können  mit farbigen Übersichten auch allein für die gefragten Bestandteile angezeigt werden. Die Anzeige kann natürlich auch in diesem Fall tabellarisch dargestellt werden.
Durch Verarbeitung der Zahlenergebnisse und die freie Bestimmung der Bewehrungswerte (wie z.B. Stangenlänge oder Art der Verankerung) seitens des Benutzers werden Zeichnungen von Betonbauten automatisch erstellt. Diese Werte werden in entsprechenden Tabellen kodifiziert aufgeführt. Die Zeichnung kann dann vom Fachmann je nach Bedarf noch verbessert werden, wobei sich die Veränderungen natürlich im Rahmen der Vorgaben der Strukturanalyse bewegen müssen.
Bei Stahlbauten wird auch eine Analyse der Verbindungsstellen durchgeführt. Auch in diesem Fall bietet es sich an, mit den von AMV vorgegebenen, erweiterbaren Datenbanken zu arbeiten. Vom Programm werden die Teile, die miteinander verbunden werden sollen, und die Art des kompatiblen Verbindungsstücks selektiert, daraufhin entnimmt MasterSap dem Archiv die passende Verbindungsstelle und nimmt an allen Bestandteilen Kontrollen vor. Auch Lötstellen  werden bei dieser Kontrolle berücksichtigt. Der Kontrollvorgang kann auch unabhängig durchgeführt werden, allerdings werden die nötigen Informationen dabei nicht direkt vom System übermittelt, sondern sie müssen extra eingegeben werden.

 

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